
Verliebt in Hendrickstown 2
Arizona Baby
Hochzeiten sind nicht mein Ding – seit genau dem Tag, an dem mich mein Verlobter auf dem Freiburger Standesamt sitzen ließ.
Dummerweise kann ich nicht kneifen, wenn meine beste Freundin ihren Cowboy heiratet. In der Gluthitze von Arizona darf ich Emma als Brautjungfer zum Altar geleiten – in einem Fummel, der meinen Busen ins Überdimensionale vergrößert, und auf Stöckelschuhen. Barfuß und in meinem Judoanzug fühle ich mich wohler.
Wenigstens ist der nette Bruder des Bräutigams mein Begleiter und nicht der andere Trauzeuge, dieser Luis. Der bärige Zwei-Meter-Mann macht keinen Hehl daraus, dass er mich nicht ausstehen kann.
Danke, das beruht ganz auf Gegenseitigkeit!
Doch wieso wache ich nach der Hochzeit neben dem Typen auf? Splitterfasernackt? Und kann mich an nichts erinnern?
Zum Glück fliege ich morgen nach Hause und muss den Kerl nie wiedersehen!
Dachte ich. Denn über das Souvenir, das ich aus Arizona mitgebracht habe, sollte ich mit ihm reden.





Verliebt in Hendrickstown 1
Arizona Cowboy
Es war eine Schnapsidee, alleine durch die USA zu kurven!
Ich, Dr. Emma Killer aus Freiburg, kann zwar fließend Englisch – rechtzeitig tanken kann ich nicht. Und natürlich muss ich in der Pampa Arizonas liegen bleiben, wo nichts los ist. Nada. Nothing.
Bis ein Cowboytyp im staubigen Pick-up stoppt und mir seine Hilfe anbietet. Ich will nicht herausfinden müssen, was der Macho unter „abschleppen“ versteht, und lehne dankend ab.
Nach einer Nacht in der Arrestzelle (längere Geschichte) begegne ich dem Typen wieder. Notgedrungen nehme ich sein Angebot an, auf der Ferienranch seiner Familie zu übernachten.
Wenn der Cowboy nur nicht so verdammt sexy wäre! Dieser knackige Hintern, die rotbraunen Locken, die intensiven blaugrauen Augen und dann noch dieses Grübchen im Kinn …
„Ran an den Mann“, rät mir meine Freundin Heidi.
Vergiss es! Ich kann keine One-Night-Stands und in drei Tagen bin ich wieder weg.
Ein Glück, dass ich so gut im Neinsagen bin.




Matilda Meng